Abschlusstagung des PiraT-Projekts

Piraterie und Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit

— Ergebnisse und Empfehlungen —

Hamburg, 18.-19. Juni 2012

 

 

Die Laufzeit des Verbundprojektes PiraT neigt sich nach über zwei Jahren intensiver Arbeit dem Ende zu. Dies nahmen die wissenschaftlichen Konsortialpartner zum Anlass, ihre Forschungsergebnisse und Empfehlungen auf einer Tagung den betroffenen Akteuren und der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen und zur Diskussion zu stellen.

Im Mittelpunkt des Interesses von PiraT standen die weltweiten Piratenüberfälle und das Risiko terroristischer Anschläge auf Einrichtungen der maritimen Wirtschaft.

Verschiedene Fragestellungen sollten während der Tagung adressiert werden: Welche Bedeutung hat Piraterie für die Seehandelssicherheit und den Seehandel aus globaler Sicht, für Europa und Deutschland? Welche Erfahrungen und Erwartungen gibt es von Seiten der betroffenen wirtschaftlichen Akteure und welche Handlungsstrategien verfolgen diese? Welche Bedeutung wurde Piraterie und maritimer Terrorismus durch staatliche Akteure in Deutschland und Europa beigemessen und welche Maßnahmen wurden dementsprechend ergriffen? Welche Defizite lassen sich aufzeigen, und welche Handlungsoptionen bieten sich an, um die Sicherheit des Seehandels nicht nur kurz- sondern auch mittel bis langfristig zu gewährleisten?

Welches sind die hauptsächlichen rechtlichen Problembereiche im Zusammenhang mit Piraterie und maritimem Terrorismus? Unter welche Bedingungen stellt das Recht den Einsatz privater Sicherheitsdienste? Wie können bestehende Rechtsprobleme gelöst werden?

Welche Technologien zur Detektion, Verzögerung und Reaktion auf Schiffen sind empfehlenswert und können Technologien politische Probleme lösen? Handelt es sich um ein Wettrüsten von Piraten und Reedern und ist ein Ende in Sicht?

Die Beleuchtung dieser Problematiken aus verschiedenen Perspektiven war notwendig, um ein Gesamtkonzept maritimer Sicherheit zu entwickeln, bei dem politikwissenschaftliche Risikoanalysen und technologische Sicherheitslösungen mit rechtlichen und wirtschaftlichen Lösungsvorschlägen verknüpft werden. Übergreifendes Ziel war es dabei, ressortübergreifende staatliche Handlungsoptionen zur zivilen Stärkung der Seehandelssicherheit zu erarbeiten und auch Empfehlungen für die Wirtschaft zu erstellen.